Wohltuende Sachlichkeit. Ausstellungsgestaltung an der HfG Ulm
500 Seiten Designgeschichte, spannendes Material und viele Erkenntnisse darüber, was unsere Ausstellungen bis heute prägt. Das ist meine Doktorarbeit, erschienen im November 2024 bei Spector. Worum geht’s? Die Hochschule für Gestaltung Ulm zählt zu den einflussreichsten Institutionen für Design im 20. Jahrhundert. Erstmals nimmt meine Dissertation die Ausstellungsgestaltung an der HfG Ulm in den Blick und setzt diese in ihre historischen Kontexte.
Rezensiert von René Spitz und Tabea Schmid.
Mehr zur Arbeit hier.
In den 1950er Jahren wurde die Zukunft der Designausbildung intensiv diskutiert. Einer dieser Aushandlungsorte waren Ausstellungen – immer wieder hat die HfG hier vor Augen der Öffentlichkeit Stellung bezogen und ihre Gestaltungsphilosophie präsentiert. Und das Ganze nicht nur in Ulm, sondern genauso auch in Mailand, Rio de Janeiro oder Montréal.
Wie waren diese Ausstellungen gestaltet? Was waren die Narrative? Und wie haben Fachleute und Öffentlichkeit reagiert? All das ist hier zum ersten Mal zusammengetragen und dargestellt worden.
Von mobilen Stellwänden bis hin zu automatischen Splitscreen-Projektionen: Nur selten wurden im Bereich der Ausstellungs-gestaltung so große Schritte gemacht wie in jenen 15 Jahren, in denen die HfG existierte. Dieser Professionalisierungsschub ist in den ersten beiden Nachkriegsdekaden ein internationales Phänomen und schlug sich nieder in Systemdesign, Fotografie, Typografie und vielen Medien mehr.